{"id":860,"date":"2020-03-10T13:06:28","date_gmt":"2020-03-10T12:06:28","guid":{"rendered":"https:\/\/hamburger-spielhaeuser.de\/neu\/?page_id=860"},"modified":"2020-03-10T13:06:28","modified_gmt":"2020-03-10T12:06:28","slug":"geschichtliches-zu-den-hamburger-spielhaeusern","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hamburger-spielhaeuser.de\/neu\/geschichtliches-zu-den-hamburger-spielhaeusern\/","title":{"rendered":"Geschichtliches zu den Hamburger Spielh\u00e4usern"},"content":{"rendered":"\n<p>Die ersten Hamburger Spielh\u00e4user entstanden in der Wiederaufbauphase der  zerst\u00f6rten Stadt nach dem 2. Weltkrieg. Ein Blick auf projektierte  und praktizierte Beispiele in anderen L\u00e4ndern &#8211; &#8222;Nachbarschaftspl\u00e4tze&#8220; in Holland und den USA,  &#8222;Robinsonspielpl\u00e4tze&#8220; in der Schweiz, &#8222;Ger\u00fcmpelspielpl\u00e4tze&#8220; (skrammellegepladser\/byggelegepladser = Bauspielpl\u00e4tze) in D\u00e4nemark, &#8222;Parktantenpl\u00e4tze&#8220; in Schweden \u2013 l\u00f6ste eine  intensive Diskussion \u00fcber die optimale Gestaltung von Spielpl\u00e4tzen aus, die schlie\u00dflich 1953 in  den Wallanlagen in die Er\u00f6ffnung eines ersten p\u00e4dagogisch geleiteten Spielplatzes mit festem Spielhaus m\u00fcndete.  Dieser Umstand ist vor allem der Tatkraft und Beharrlichkeit einiger zupackender Frauen zu verdanken: Der                 <a href=\"http:\/\/www.vdac.de\/clubs\/d-a-frauenclub-hamburg.html\">Deutsch-Amerikanische Frauen-Club Hamburg e.V.<\/a> baute das Spielhaus, finanziert durch Einnahmen aus wohlt\u00e4tigen Veranstaltungen und Sammelaktionen und setzte gemeinsam mit der damaligen Jugendsenatorin, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paula_Karpinski\">Paula Karpinski<\/a>, entgegen finanzieller Bedenken die  Anstellung einer hauptamtlichen Leiterin durch. Diesen Posten \u00fcbernahm  eine weitere energische Frau: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paula_Mollenhauer\">Paula Mollenhauer<\/a>, mehrfache Hamburger Meisterin im Diskuswerfen und Bronzemedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin.   <\/p>\n\n\n\n<p>In den folgenden Jahren fand die Idee der betreuten Spielpl\u00e4tze mehr und mehr Zuspruch. Weitere Spielh\u00e4user wurden gebaut, weitere F\u00f6rderer trugen zur Finanzierung bei. Erste Erfahrungswerte aus der p\u00e4dagogischen Arbeit auf den bestehenden Pl\u00e4tzen flossen in die Konzeption der k\u00fcnftigen Spielplatzarbeit und die Planung der R\u00e4umlichkeiten und Pl\u00e4tze ein. Wegen der starken Frequentierung der p\u00e4dagogisch geleiteten Spielpl\u00e4tze durch teils mehrere Hundert Kinder am Tag wurde z.B. die noch 1956 bestehende Planung eines Bauspielplatzbereichs am Spielplatz Jungiusstr.\/Wallanlagen zur\u00fcckgestellt. Erst in den 70er Jahren wurde die Idee, betreute Bauspielpl\u00e4tze einzurichten, wieder aufgegriffen.<\/p>\n\n\n\n<p>An den Vormittagen wurden Spielh\u00e4user und Pl\u00e4tze vornehmlich von j\u00fcngeren Kindern besucht, wobei zus\u00e4tzlich zur Leiterin in der Regel M\u00fctterhilfen zur Aufsicht und\/oder Honorarkr\u00e4fte f\u00fcr besondere Angebote anwesend waren. Nachmittags standen die 6-14j\u00e4hrigen Schulkinder im Mittelpunkt. Sie fanden hier einen gesch\u00fctzten Freiraum und Gelegenheit auf dem Platz und im Haus mit anderen Kindern zu spielen und mit den der Einrichtung zur Verf\u00fcgung stehenden Spielen, Ger\u00e4ten und Materialien zu hantieren. Sogenannte \u201eInteressengruppen\u201c boten zus\u00e4tzlich die M\u00f6glichkeit in kleinem Kreis unter Anleitung besonderen Neigungen nachzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Soweit sich in der t\u00e4glichen Arbeit auf den Spielpl\u00e4tzen ein Bedarf f\u00fcr zus\u00e4tzliche Angebote zeigte \u2013 sei es f\u00fcr die Hauptzielgruppe unter den Besuchern oder beispielsweise auch f\u00fcr Eltern oder Jugendliche, die aus dem Spielhaus &#8222;herausgewachsen&#8220; waren \u2013 wurde, wenn m\u00f6glich, versucht diese zu realisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Prinzip hat sich dieses Konzept bis heute erhalten. Gem\u00e4\u00df der gesellschaftlichen Entwicklung passen die Spielh\u00e4user ihr Angebot kontinuierlich den sich ver\u00e4ndernden Lebenslagen und Bed\u00fcrfnissen der Besucher an. Soweit die finanzielle Ausstattung dies zul\u00e4sst!<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist die Finanzierung traditionell zweigeteilt: In den Anf\u00e4ngen erforderte der Bau eines Spielhauses eine Deckung von mindestens 50% der Baukosten durch Spenden. In Sachen Spenden engagiert sich bis heute der Deutsch-Amerikanische Frauen-Club e.V. (DAFC). Dieser hat damals den Bau von zehn H\u00e4usern (ganz bzw. sp\u00e4ter teilweise) finanziert und mit der Stadt Hamburg die \u00dcbernahme der Personalkosten verhandelt. \u00dcber Jahre trug die Stadt Hamburg die Personalmittel und k\u00fcmmerte sich auch um die Bauerhaltung. Von Anfang an bis heute unterst\u00fctzen neben der Stadt Hamburg auch andere Organisationen, Baugenossenschaften, Firmen und Privatpersonen die Hamburger Spielh\u00e4user mit finanziellen Mitteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute gibt es noch 38 Spielh\u00e4user und Kinderzentren, davon 12 in freier Tr\u00e4gerschaft. Seit den 1970er Jahren gibt es auch (einige) Spielh\u00e4user mit angebundenem Bauspielplatz, seit einigen Jahren vermehrt Eltern-Kind-Gruppen und oftmals eine enge Zusammenarbeit it umliegenden Schulen. So entwickelt sich das Konzept der Spielh\u00e4user weiter: Offen f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Besucherinnen und Besucher!    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ersten Hamburger Spielh\u00e4user entstanden in der Wiederaufbauphase der zerst\u00f6rten Stadt nach dem 2. Weltkrieg. 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